Dienstag, 29. Juli 2014

Zwei Tage richtiger Urlaub



Vor kurzem habe ich dann auch zwei Tage mal so richtig „Urlaub“ gemacht. An einem Tag hab ich das Fahrrad mit in den Zug gepackt und bin nach Neckargemünd gefahren und von dort aus am Neckar entlang nach Eberbach, eine sehr schöne kleine überschaubare Strecke und dank der Strecken durch den Wald auch nicht allzu heiß.

Am Freitag war ich dann in Speyer, von dem ich ja schon den schönen Dom kannte. Bisher war ich nur im Winter dagewesen, aber jetzt wirkte die Fußgängerzone nahezu mediterran mit all den (Eis-)Cafes, den flanierenden und schwatzenden Leuten, einfach herrlich.

 

Kleidersuche



Nach fast einem Monat Arbeitslosigkeit … ragt Ihr Euch sicher, was hat sie denn da alles so gemacht?
Z.B. war ich auf Kleidersuche für die an den nächsten beiden Wochenenden stattfindenden Hochzeiten, bei denen ich jeweils Trauzeugin bin. Uff, war gar nicht so einfach. Dafür kann ich jetzt wahrscheinlich bei 80% der Frauen, die mit aktuellen Sommerkleidern durch die Stadt laufen, sagen, wo sie es gekauft haben und ob es das Kleid noch in anderen Farben gibt, wie die entsprechenden Größen ausfallen und wo es ggf. (un-)vorteilhaft für bestimmte Figuren ist.
Anbei ein kleiner Ausschnitt einiger Farbgebungen ;-)
Und wen es interessiert: das „Auserwählte“ ist nun ein bodenlanges blaues Abendkleid, Schuhe und Bolerojäckchen sind auch schon gefunden, es kann also losgehen.
Aber ich habe mich nicht nur mit der Kleidung sondern auch mit den Hochzeitskerzen und –zeitungen beschäftigt, anbei ebenfalls ein Beispiel.




So sieht´s aus im Kraichgau

Schon lange fällig ... mal ein Bild, von da, wo ich jetzt bin ;-)


Dienstag, 17. Juni 2014

Hartz IV - Angebot



Nein, damit will ich nicht sagen, dass mir jemand angeboten hätte, gleich ins ALG II einzusteigen (um etwa einen Bundesfreiwilligendienst zu machen;-),nein, aber ich habe neulich einen Aufsteller vor einer Kneipe in Bahnhofsnähe in Heilbronn gesehen, als ich auf einen Bus gewartet habe:
Unser Hartz IV- Angebot
Bier und Korn 3 Euro

Irgendwie ganz schön traurig oder?

Goodbye Dresden



Es ist soweit, ich habe mich von Dresden als Wohn- und Arbeitsstätte verabschiedet.
Am Freitag war mein letzter Arbeitstag und man entließ mich würdig mit einem Ostpaket und einem (echten) Orden.
Am Samstagnachmittag bin ich trotz des immer wieder regnerischen Wetters noch ein bisschen mit dem Rad gefahren und als ich so an allem vorbeifuhr, da musste ich schon ganz schön schlucken:
Goodbye Großer Garten
Goodbye Blaues Wunder
Goodbye Elbschlösser
Goodbye umstrittene Waldschlösschenbrücke
Goodbye Frauenkirche
Goodbye Hofkirche
Am Sonntag habe ich dann noch Goodbye Semperoper gesagt und mir eine letzte Vorstellung mit Stehplatz gegönnt (tja, eigentlich schon genial, wenn man ein Haus mit solchem Ruf vor der Nase hat und ab und an einfach so spontan eine Vorstellung besuchen kann).
Für alle, die also noch nie in Dresden gewesen sind: es gibt viel zu sehen und zu erkunden. Dresden ist groß, hat viele ganz unterschiedliche Gegenden, auf jeden Fall viel alte Kultur, aber auch jede Menge alternative Kultur in der Neustadt.
Ja, es hat mich schon ein bisschen traurig gestimmt zu gehen, aber es kommt ja wieder was Neues.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Es wird mal wieder Zeit ...

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen. Als Frau erst recht ;-)
Zwar mache ich nicht wirklich eine Reise im Sinne von Urlaub in anderen Ländern, aber ich bewege mich mal wieder von einer Kultur in eine andere. Im Moment springe ich noch ein bisschen zwischen den (sächsischen und badischen) Welten hin und her, sollte aber doch bald hier im Kraichgau heimisch werden. Und weil ich damit wieder mal Leute zurücklasse, mit denen ich in letzter Zeit immer mal wieder ein Alltagsschwätzchen gehalten habe oder weil manche bei meinem Nicht-dauerhaft-Sesshaftwerden schon langsam den Überblick verlieren könnten, und weil ich im Moment auch Zeit dafür habe, schreibe ich einfach mal wieder einen Blog. Damit wer mag Aktuelles von mir lesen kann. Mal sehen, wie lange das geht ...
Viele Grüße aus dem Kraichgau

Nicole

Deutschland, Deine Outlets



Für was es mittlerweile schon alles Outlets gibt, einfach unvorstellbar. Jetzt ganz neu: Blumen-Outlet! Schnittblumen, Sträuße und kleine Gestecke, die an Tankstellen geliefert und dort nicht verkauft wurden, gibt es zweimal in der Woche zum Schnäppchenpreis von 50 Cent pro Exemplar. Die Lagerhalle befindet sich in einem Industriegebiet, neben Samstagvormittag ist sie auch am Mittwochnachmittag ab 15h geöffnet. 10 Minuten vor 15h fahren wir vor, es gibt kaum Parkplätze, der ganze Straßenrand ist zugeparkt. Viele Frauen mittleren Alters kommen mit Körben und Waschwannen, es bildet sich bereits ein Pulk vor dem Garagentor (aber noch ist alles friedlich ;-). Der Gabelstaplerfahrer auf dem angrenzenden Grundstück ist nonstop damit beschäftigt, älteren Herren, die ihre Frauen im Mercedes möglichst nahe an den Eingang fahren wollen, zu erklären, dass dies hier Privatgrundstück sei und nicht als Parkplatz zum benachbarten Blumen-Outlet gehöre.
15h – die Tore öffnen sich, die Menschen strömen. Ich bin völlig überfrachtet, nahezu erschlagen von den Rollwägen mit massenhaft Orchideen-Gestecken (drei Blüten jeweils in einem Plastikwasserfläschchen, sehr nett übereinander drapiert in einem herzigen kleinen Blumentopf – vermutlich noch Reste von nachträglichen Muttertagsgrüßen). Die ersten Gruppen bilden sich am Rande. Jetzt weiß ich, wozu manche ihre Kinder mitgebracht haben. Die bewachen die bereits zusammengestellten Schätze, während die Eltern erneut auf Beutestreifzug gehen. Schließlich hat der eine oder die andere einen wertvollen Fuchsienstock, eine eingetopfte Sonnenblume oder eine Hängepflanze ergattert. Doch auch die Schnittblumen und Sträuße (von denen mir zunächst abgeraten wurde, da außer den Bartnelken nichts mehr als einen Tag lang frisch halte) finden nach und nach ihren Absatz „Ei die habbe doch Konzert von der Musikschul. Da hab i was fürd Lehrerin!“
Die drei Damen am improvisierten Kassentisch sind freundlich und zählen geduldig die vielen Neuerwerbungen der Kunden. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass es so viel billiger sein muss, Massen an Blumentöpfen für 50 Cent zu verschleudern, als sie wieder neu zu bepflanzen, der Arbeitsschritt des Blumentopfleerens wäre wahrscheinlich personaltechnisch gesehen zu teuer. Auch ich und mein Begleiter tragen dann den Korb mit Pflanzen für 3,50€ zum Auto, dass zwei Straßenecken entfernt steht. Vielleicht komme ich bald mal wieder, am besten noch ein paar Minuten früher, und bringe ein paar Kochrezepte zum Austauschen mit, hier könnte ich sicher viele wertvolle Tipps bekommen. Und dann bringe ich Euch auch mal ein Foto mit ;-)